Steffen Siegel : Le Photographe inconnu de l’Occupation

Steffen Siegel beschreibt sehr lesenswert in der FAZ von heute https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/sachbuch/fund-auf-flohmarkt-er-fotografierte-heimlich-die-nazis-in-paris-110829767.html (paywall) eine Entdeckung: Es geht um das Buch Le Photographe inconnu de l’Occupation von Philipp Broussard und um den Photographen Raoul Minot, der unter Einsatz seines Lebens – das Photographieren war verboten – während der Zeit der Besetzung von Paris durch das deutsche Militär die Verhältnisse photographierte.
Aufgrund von Denunziation wurde er von den Nazis in Konzentrationslager deportiert. Das zwei Jahre dauernde Martyrium (1943 – 1945) erlebte er nach der Befreiung aus dem KZ nur kurz. Seine von dem Terror der Faschisten gekennzeichnete Gesundheit führte zum Tod.
Dass erst jetzt dieser Schatz gehoben wurde, der zu dieser Publikation führte, ist das Verdienst von Philipp Broussard und ein Gewinn für die (historische) Photographie – ein Dokument der Zeitgeschichte.
Siegel beleuchtet den mühevollen Weg von Broussard, den umfangreichen Fundus von Minot zu lichten.
Noch ein Termin:
Printemps Photographique de Pomerol – 28. März 2026, 15h: Conférence avec Philippe Broussard,: LE PHOTOGRAPHE INCONNU DE L’OCCUPATION, Maison des associations de Pomerol
Philipp Broussard
Raoul Minot
Éditions du Seuil